Brauchtum und Feste in Österreich: sortiert nach Bundesländern
Der Sommer gehört in Österreich den Open Airs, der Winter den Bällen und Christkindlmärkten. Dazwischen füllen Festspiele, Sportevents und Brauchtumstermine den Kalender.
Wann in Österreich was stattfindet
Feiertage strukturieren den Kalender zusätzlich. Rund um Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und den Nationalfeiertag am 26. Oktober häufen sich Veranstaltungen, weil lange Wochenenden entstehen.
Die Dichte ist im Sommer am höchsten. An manchen Wochenenden im Juli und August konkurrieren mehrere große Veranstaltungen direkt miteinander, was sich auf Preise und Unterkünfte auswirkt.
Festspiele und klassisches Kulturprogramm
Die Spielpläne stehen meist ein halbes Jahr im Voraus fest. Das macht die Planung leichter als bei Popveranstaltungen, wo Termine kurzfristiger kommen. Gesammelt sind die einzelnen Einträge unter https://znaki.fm/at-de/events/.
Neben den beiden großen Häusern gibt es kleinere Formate wie Festspiele in Reichenau oder Sommerspiele in kleineren Orten. Sie sind zugänglicher und oft überraschend gut besetzt.
Brauchtum, Almabtrieb und Erntedank
Geschmückt wird das Vieh nur, wenn die Almsaison ohne Unglück verlaufen ist. Dieses Detail wird von Besuchern oft übersehen und erklärt, warum manche Abtriebe schlicht ausfallen.
Im Fasching haben besonders die westlichen Bundesländer eigene Traditionen, von Maskenumzügen bis zu regionalen Bräuchen mit teils jahrhundertealter Geschichte.
Sport als Publikumsmagnet
Fußball läuft von Ende Juli bis Mai, mit einer Winterpause. Die Spieltermine stehen meist erst kurzfristig fest, weil sie von Fernsehübertragungen abhängen.
Der Vienna City Marathon im Frühjahr führt quer durch die Stadt und ist auch für Zuschauer gut zugänglich, weil die Strecke an vielen Stellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
| Jänner | Ballsaison, Skirennen | hoch in den Wintersportorten |
| Mai | Stadt- und Frühlingsfeste | moderat |
| August | Festivals und Festspiele | am höchsten |
| November | ruhigster Monat | gering |
Ein Überblick nach Regionen
Vorarlberg ist geografisch abgesetzt und orientiert sich kulturell stärker Richtung Bodenseeraum. Das zeigt sich auch im Veranstaltungsprogramm. Weiterlesen lässt sich unter znaki.fm/at-de.
Die Steiermark hat einen ausgeprägten Schwerpunkt auf Volkskultur und Kulinarik, mit Festen rund um Wein, Kürbis und Apfel im Herbst.
- Jahreszeit und Region festlegen
- Zwei bis drei Termine auswählen statt einer langen Liste
- Tickets im Frühverkauf sichern
- Anreise und Unterkunft gemeinsam planen
- Wetterbericht kurz vor der Abfahrt prüfen
Regionale Termine finden
Gemeindezeitungen und Aushänge am Ortsplatz sind dafür nach wie vor die beste Quelle. Vieles davon landet nie im Internet.
Wer Freunde oder Verwandte in einer Region hat, erfährt von den interessanteren Terminen ohnehin zuerst. Das ist bis heute die verlässlichste Quelle.
Wein-, Most- und Kulinarikfeste
Auf größeren Festivals hat sich die Verpflegung stark verändert. Neben klassischen Ständen finden sich inzwischen Foodtrucks mit vegetarischem und veganem Angebot.
Der Sturm, also der noch gärende Traubenmost, ist ein saisonales Getränk und nur wenige Wochen im Herbst erhältlich. Er wird deutlich unterschätzt, was den Alkoholgehalt betrifft.
Angebote für Menschen mit Behinderung
Öffentliche Verkehrsmittel sind in den Landeshauptstädten weitgehend barrierefrei, im ländlichen Raum unterscheidet sich das erheblich.
Barrierefreie Toiletten sind auf großen Geländen vorhanden, aber oft weit auseinander. Ein Blick auf den Lageplan vorab spart Wege.
Kosten realistisch einschätzen
Bei großen Festivals kommen Verpflegungskosten vor Ort dazu. Die Preise am Gelände liegen deutlich über dem üblichen Niveau, was bei mehreren Tagen spürbar wird.
Garderobegebühren fallen bei Bällen und Konzerten zusätzlich an und werden bei der Budgetplanung fast immer vergessen.
Planung und Wetter
Bargeld ist bei kleineren Festen weiterhin nützlich. Nicht jeder Standler akzeptiert Karte, und der nächste Bankomat ist oft weit.
Bei Veranstaltungen im Freien ist Sonnenschutz ebenso wichtig. In den Bergen ist die Strahlung spürbar stärker als im Flachland.
Das Burgenland punktet mit Freiluftbühnen und Weinorten. Die Entfernungen sind gering, mehrere Termine an einem Wochenende sind machbar.
Karten kaufen ohne Überraschungen
Für die großen Festivals startet der Vorverkauf oft schon kurz nach dem Ende der laufenden Ausgabe. Die frühen Kontingente sind deutlich günstiger als die später freigegebenen.
Viele kleinere Veranstaltungen verkaufen gar nicht online, sondern an der Abendkassa. Das ist unkompliziert, setzt aber voraus, dass man rechtzeitig vor Ort ist.
Familienfreundliche Termine
Museen und Kulturbetriebe bieten an Feiertagen häufig Sonderprogramme an. Sie sind gut besucht, eine frühe Ankunft lohnt sich.
Bei großen Festivals gibt es zunehmend Familienzonen mit Ruhebereichen und Gehörschutz für Kinder. Die Angebote unterscheiden sich allerdings stark.
Was am Gelände gilt
Professionelle Kameras brauchen bei Konzerten oft eine eigene Akkreditierung. Handyaufnahmen sind meist geduldet.
Der Einlass beginnt üblicherweise ein bis zwei Stunden vor Programmstart. Bei Sicherheitskontrollen entstehen dort schnell Wartezeiten.
Grob geteilt hat das Jahr vier Schwerpunkte: die Ballsaison von Jänner bis Feber, die Frühlings- und Stadtfeste ab April, der Festivalsommer von Juni bis September und die Adventzeit ab Ende November.
Was Leser am häufigsten wissen wollen
Wann ist es am ruhigsten?
Im November. Wer Kulturprogramm ohne Andrang sucht, findet in diesem Monat die besten Bedingungen und die günstigsten Unterkünfte.
Was ist ein Almabtrieb?
Die Rückkehr des Viehs von den Almen ins Tal im September und Oktober. Geschmückt wird nur, wenn die Almsaison ohne Unglück verlaufen ist.
Gibt es Ermäßigungen?
Häufiger als gedacht, für Studierende, Senioren und Familien. Sie stehen meist im Kleingedruckten der jeweiligen Ticketseite.
Alle Angaben beziehen sich auf den üblichen Jahresverlauf. Konkrete Daten und Öffnungszeiten bitte beim Veranstalter prüfen.